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10. Deutscher Seniorentag - IG BAU warnt vor steigender Altersarmut

Hamburg - Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ruft die Politik auf, die Rentenpolitik wieder gerecht zu gestalten. „Die Rente mit 67 war ein Schnellschuss, der überhaupt nicht notwendig war“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel auf dem Deutschen Seniorentag in Hamburg. „Sie ist nichts weiter als eine riesige Umverteilung zugunsten der Arbeitgeber, die möglichst hohe Beiträge zu den Sozialkassen sparen wollen, damit sie noch mehr Gewinn einstreichen. Infolge dieser Endsolidarisierung steigt die Zahl der Menschen, denen Altersarmut droht.“

Gesundheit: Ministerin Steffens: Demenz als Teil unseres Lebens akzeptieren und würdevoll gestalten

Auch ein Leben mit Demenz kann und muss von Würde, Lebensqualität und soweit wie möglich von Selbstbestimmung geprägt sein. Darauf weist die nordrhein-westfälische Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter anlässlich der jüngsten Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hin, die eine Verdoppelung von Alzheimer und anderen Demenz-Erkrankungen bis 2030 voraussagt. "Eine Demenzerkrankung wird für viele von uns ein Teil unseres Lebens sein. Als unmittelbar Betroffene/Betroffener oder als Angehörige/ Angehöriger. Es wird Zeit, dass wir als Gesellschaft diese Erkenntnis endlich bewusst annehmen und die Rahmenbedingungen für ein würdevolles, möglichst selbstbestimmtes Leben auch mit Demenz positiv gestalten", erklärte am 12. April 2012 die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

„Auseinandersetzung mit der Alterung der Gesellschaft von höchster Dringlichkeit - Chancen des demografischen Wandels nutzen

Zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Alterung der Gesellschaft hat der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner aufgerufen. „Die vor wenigen Tagen von der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichten Zahlen zur stetig wachsenden Zahl der Demenzkranken in den nächsten 20 Jahren machen einmal mehr deutlich, dass dieses Thema von höchster Dringlichkeit ist“, sagte Grüttner heute in Wiesbaden anlässlich der Vorstellung der Publikation zur „Seniorenpolitischen Initiative“ der Hessischen Landesregierung. In einer älter werdenden Gesellschaft sei es unverzichtbar, dass die Belange und Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren in vielen Politik- und Lebensbereichen verstärkt in den Blick genommen werden, betonte der Minister. „Die gravierenden demografischen Veränderungen erfordern nicht nur einer Weiterentwicklung der Seniorenpolitik, sondern eine politische Schwerpunktsetzung auf die für Seniorinnen und Senioren wichtigen Themen.“

Beschäftigung Älterer in Hessen deutlich gestiegen - weiter Handlungsbedarf - Staatssekretärin Petra Müller-Klepper: „50plus muss Normalität in den Betrieben werden"

Die Beschäftigungschancen für Ältere in Hessen müssen nach Ansicht der Landesregierung verbessert werden, auch wenn sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt für diese Altersgruppe entspannt hat. „Die positive bundesweite Botschaft, dass die Beschäftigung Älterer auf einen Höchststand geklettert ist und immer mehr bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten, trifft auch für Hessen zu. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung. Dennoch ist hier noch weiter Luft nach oben, zumal die hessischen Werte überwiegend unter dem Bundesdurchschnitt liegen. 50plus muss Normalität in den Betrieben werden. Ältere verfügen über Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen, auf die angesichts der demographischen Entwicklung und des drohenden Fachkräftemangels nicht verzichtet werden darf“, erklärte Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, heute in Wiesbaden.

Wenn Unfall oder Krankheit hilflos machen; Experten informieren am 5. April über die Möglichkeiten rechtlicher Betreuung

Was passiert eigentlich, wenn die rechtliche Handlungsfähigkeit durch Unfall, Krankheit oder Behinderung eingeschränkt wird? Wie kann ich Vorsorge treffen? Wie kann eine Vertrauensperson die Rechte anderer wahrnehmen? Und wer entscheidet im Akutfall? Diese und andere Bürgerfragen beantworten Experten am Donnerstag, den 5. April.

Pflege: Ministerin Steffens: Pflegeneuausrichtungsgesetz völlig unzureichend - Pflegekatastrophe droht

Millionen von pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen werden weiterhin nicht die staatliche Unterstützung bekommen, die sie benötigen. Das zeigt der heute (28. März 2012) vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf für ein Pflegeneuausrichtungsgesetz (PNG). "Der Gesetzentwurf wird nicht ansatzweise dem gerecht, was Pflegebedürftige, Angehörige, Pflegekräfte, Leistungserbringer und Kommunen dringend brauchen", kritisiert Gesundheitsministerin Barbara Steffens. "Die Zahl der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen steigt rapide an - ohne durchgreifende Reform fährt der Bund das Pflegesystem vor die Wand. Es droht eine Pflegekatastrophe, von der wir alle betroffen sein werden", so Steffens weiter.

Minister Schneider: Unternehmen kommen an Beschäftigung Älterer künftig nicht mehr vorbei - Lage am Arbeitsmarkt ist Chance für ältere Arbeitslose

Die sinkende Arbeitslosigkeit und die anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften sind nach Auffassung von Arbeitsminister Guntram Schneider eine Chance für ältere Arbeitslose. „Die Unternehmen kommen künftig gar nicht mehr daran vorbei, verstärkt ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu beschäftigen“, sagte Schneider am 29. März 2012 in Düsseldorf.

Nationales Gesundheitsziel „Gesund älter werden“ vorgestellt

Anlässlich des diesjährigen Weltgesundheitstags am 7. April 2012, hat heute Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr gemeinsam mit Dr. Rainer Hess, dem Vorsitzenden des Ausschusses gesundheitsziele.de, das neue Nationale Gesundheitsziel „Gesund älter werden“ vorgestellt.

Zukunftsfähigkeit der Bildung Älterer in Hochschulen - Tagung an der Stiftung Universität Hildesheim vom 29.02. bis 02.03.2012

Was suchen und was finden ältere Menschen in der Universität? Und: Was findet die Universität an älteren Menschen, die ihre Veranstaltungen regelmäßig besuchen? Wie reagieren Universitäten auf den demografischen Wandel? Zukunftsfähigkeit der Bildung Älterer in Hochschulen - die Stiftung Universität Hildesheim richtet unter diesem Thema die Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere vom 29. Februar bis 2. März 2012 aus. Experten aus ganz Deutschland werden erwartet. Interessierte sind zum öffentlichen Vortrag der Altersforscherin Bundesministerin a.D. Prof. Dr. Ursula Lehr am 1. März, eingeladen.

Pflege: Ministerin Steffens: Wir wollen die Pflege in NRW zukunftsfest machen

Das Landeskabinett hat heute (7. Februar 2012) die Eckpunkte für eine vorgezogene Reform des Landespflegerechtes und des Wohn- und Teilhabgesetzes NRW (WTG) verabschiedet. "Mit der Reform des Landespflegerechts und des Wohn- und Teilhabegesetzes schaffen wir die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Weiterentwicklung von Strukturen, die den Menschen in Nordrhein-Westfalen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben auch im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit ermöglichen sollen", erklärte Pflegeministerin Barbara Steffens. "Es ist Ziel der Landesregierung, die Lebensbedingungen so zu gestalten, dass Menschen so lange wie möglich ein Leben mit Würde und in der von ihnen gewünschten Umgebung führen können", so Steffens weiter.